
"Es ist, als ob mir jemand eine glühende Nadel ins Auge stößt!". Wenn auch Sie Ihre Kopfschmerzen in dieser Weise beschreiben müssen, so könnten Sie unter den recht seltenen Clusterkopfschmerzen leiden. Clusterkopfschmerzen zählen zu den schwersten Kopfschmerzattacken. Der Schmerz wird als schneidend, bohrend, brennend oder dumpf, auf jeden Fall aber als unerträglich beschrieben. Der Schmerz tritt im Bereich des Auges und/oder der Schläfe auf. Für die Betroffenen ist dieser Schmerz kaum zu ertragen, sie sind unruhig, können nicht mehr im Bett liegen oder laufen vor Schmerz mit dem Kopf gegen die Wand.
Typische Anzeichen für Clusterkopfschmerz sind:
 |
 |
Dauer: 15 Minuten bis 3 Stunden |
 |
 |
Rötung der Bindehaut |
 |
 |
Tränenbildung, Nasenlaufen |
 |
 |
verstärktes Schwitzen |
 |
 |
gehäuftes Auftreten im Herbst und Frühjahr (Cluster) |
 |

Insgesamt sind Clusterkopfschmerzen sehr selten und betreffen höchstens ein Prozent der Bevölkerung - meistens Männer zwischen 30 und 50 Jahren. Weitere Bezeichnungen für Clusterkopfschmerzen sind u.a. auch das Bing-Horton-Syndrom und Hemicramia angioparalytica.
Ursachen
Als Ursache der Schmerzen wird bislang eine Entzündung von erweiterten Blutgefäßen im Gehirn vermutet. Möglicherweise ist auch eine Fehlregulation biologischer Rhythmen - also der inneren Uhr - verantwortlich für die Entstehung der Schmerzen.
Als Auslöser der Attacken sind folgende Faktoren zu beobachten: Alkohol, Nikotin, Flimmerlicht (Fernseher, Kino), Aufenthalte in großen Höhen, körperliche Anstrengung oder gefäßerweiternde Medikamente.
Da auch andere Erkrankungen (z.B. ein Glaukomanfall) ähnliche Beschwerden verursachen können, sollten Sie bei unklarer Diagnose auch einen Augenarzt aufsuchen. Grundsätzlich sollten Sie neu aufgetretene oder Ihnen bisher unbekannte Kopfschmerzen mit nicht ganz eindeutigen Symptomen immer durch einen Arzt abklären lassen.

|