
Der Kopfschmerz bei Migräne wird von den Betroffenen meist als hämmernd, pochend oder pulsierend beschrieben. Das hängt damit zusammen, dass bei der Migräne das Gewebe der Hirnhaut um die Hirnblutgefäße entzündet ist. Wird nun durch diese Gefäße mit jedem Herzschlag Blut gepumpt, kommt es zur Reizung von Schmerznervenfasern. Dadurch empfindet der Migränekranke seinen Kopfschmerz als im Herzschlagrhythmus pulsierend.
Bei den meisten Patienten ist der Migränekopfschmerz einseitig. Oft ist er zunächst im Nackenbereich zu spüren und verstärkt sich dann in Richtung Schläfe, Stirn und Augenregion. Die Augenregion ist häufig das Schmerzzentrum.
Im Vergleich zum weitverbreiteten Spannungskopfschmerz gilt Migränekopfschmerz als erheblich stärker ausgeprägte Schmerzform, die zusätzlich bei körperlicher Betätigung an Intensität zunimmt. Das kann schon ein Umhergehen im Zimmer oder ein Kopfbeugen sein. Deshalb und auf Grund ihrer Lichtempfindlichkeit ziehen sich Migräniker gern in ein abgedunkeltes Zimmer zum Ausruhen zurück - ein Beleg dafür, wie drastisch ihre Lebensqualität reduziert ist.
Denn anders als beim Spannungskopfschmerz ist Migräne nicht ausschließlich auf den Kopfschmerz beschränkt, sondern beeinträchtigt mit ihrer vielfältigen Symptomatik (Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit) fast den gesamten Körper. Die Betroffenen können meist nicht ihren Berufs- und Freizeitaktivitäten nachgehen, die Migräne nimmt ihnen die Lebensqualität.

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